Drei Tage 3×3-Basketball, spannende Spiele und eine besondere Atmosphäre mitten in Bad Hersfeld
Beim diesjährigen „3×3 Weekend“ des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und des Hessischen Basketballverbands (HBV) war der Brandenburgische Basketballverband (BBV) erstmals mit zwei Teams vertreten. Für die Spieler der Jahrgänge 2010 und 2011 bot das Turnier nicht nur intensive Wettkampferfahrungen, sondern auch die Möglichkeit, sich mit den Auswahlteams anderer Landesverbände zu messen.
Das „3×3 Weekend“ dient zugleich der Sichtung von Talenten für die 3×3-Auswahlmannschaften des DBB. Über die 3×3-Lehrgänge des BBV sowie Turniere wie die „BBV 3×3 Sommertour 2026“ konnten sich die Spieler für die Teilnahme in Bad Hersfeld qualifizieren.
Brandenburg mit zwei Teams am Start
Für Brandenburg 1 spielten:
- Hans Kripphäuser (WSG Fürstenwalde)
- Julian Dzananovic (SSV Lok Bernau / SGBBN)
- Roman Demchyk (WSG Fürstenwalde)
- Jonathan Cremer (TuS Lichterfelde, Jahrgang 2011) als Nachrücker für den verletzten Laurynas Lukosius (Eisenhüttenstädter BV)
Für Brandenburg 2 gingen an den Start:
- Balint Ehrlich (SSV Lok Bernau)
- Hannes Schmieglitz (SSV Lok Bernau)
- Sebastian Korn (BBC White Devils Cottbus)
- Marc Huster (BBC White Devils Cottbus)
Brandenburg 1: Trotz schwieriger Voraussetzungen viel Kampfgeist
Für das ältere Team verlief die Vorbereitung alles andere als optimal. Nach mehreren Absagen verletzte sich zudem zwei Tage vor Turnierbeginn Laurynas Lukosius. Kurzfristig konnte mit Jonathan Cremer vom Berliner Basketballverband ein Ersatz gefunden werden, sodass Brandenburg überhaupt mit vier Spielern antreten konnte.
Auch Verbandstrainer Steven Herfurth konnte aufgrund einer Erkrankung zunächst nicht mit dem Team anreisen und musste die Spiele ab dem zweiten Turniertag aus dem Hotelzimmer über den Livestream verfolgen und das Team auf diesem Weg unterstützen.
Sportlich blieb Brandenburg 1 an den drei Turniertagen ohne Sieg. Dennoch entwickelte sich das zunächst neu zusammengestellte Team im Verlauf des Turniers sichtbar weiter.
In der KO-Phase am Sonntag traf Brandenburg 1 auf WBV 2 und musste sich mit 10:21 geschlagen geben.
Brandenburg 2: Spannung bis zur letzten Sekunde
Mit Brandenburg 2 schickte der BBV bewusst ein jüngeres Perspektivteam ins Rennen. Die Spieler des Jahrgangs 2011 hatten zuvor mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und sollten in Bad Hersfeld die spielerischen und athletischen Anforderungen des 3×3 auf diesem Niveau kennenlernen.
Der Auftakt gegen Schleswig-Holstein war noch von Nervosität geprägt und ging knapp verloren. Anschließend gelang gegen Berlin 1 ein knapper Sieg. Gegen Baden-Württemberg war Brandenburg körperlich und spielerisch deutlich unterlegen.
Am zweiten Turniertag wartete mit Bayern ein besonders starker Gegner. Die Brandenburger hielten die Partie lange offen und hatten bis in die Schlussphase hinein die Chance, das Spiel zu drehen. Gegen Hamburg folgte anschließend eine deutliche Niederlage.
Für einen besonderen Moment sorgte schließlich das letzte Spiel des Tages auf dem Hauptcourt: Gegen Sachsen-Anhalt entwickelte sich ein intensives und stimmungsvolles Duell, in dem die Führung mehrfach wechselte. Beide Teams kämpften um jeden Ball – am Ende setzte sich Brandenburg knapp durch.
In der KO-Phase kam es am Sonntag direkt zur Neuauflage dieser Partie. Bis zum Stand von 3:3 war erneut alles offen, anschließend konnte sich Sachsen-Anhalt jedoch absetzen und das Spiel verdient gewinnen. Trotz der Niederlage hinterließ Brandenburg 2 mit großem Einsatz, guter Teamchemie und sehenswerten Ansätzen einen positiven Eindruck.
Basketball mitten in der Stadt
Neben dem sportlichen Wert machte auch das Umfeld das „3×3 Weekend“ zu einem besonderen Erlebnis. Die Courts auf dem Marktplatz und die vielen Basketballerinnen und Basketballer, die während des Turniers in der Stadt unterwegs waren, sorgten für eine besondere Atmosphäre.
„Die Stimmung mit den Courts auf dem Marktplatz und einer Stadt voller Basketballer ist schwer zu beschreiben“, fasst der BBV die Eindrücke vom Turnier zusammen.
Ein großer Dank geht an die White Devils Cottbus, den Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein e.V. sowie an Familie Ehrlich für die Unterstützung bei An- und Abreise und während des Turniers.
Wertvolle Erkenntnisse für die weitere Entwicklung
Die zweite Teilnahme des BBV am „3×3 Weekend“ hat wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung gebracht. Beide Brandenburger Teams konnten athletisch grundsätzlich mithalten. Gleichzeitig zeigte sich, dass in einigen Situationen noch 3×3-Erfahrung und Cleverness fehlen – beispielsweise beim Foulmanagement.
Insbesondere bei den jüngeren Spielern gab es zudem noch zu viele Ballverluste und vermeidbare freie Würfe aus dem 2-Punkte-Bereich. Genau an diesen Punkten soll in den kommenden Monaten gearbeitet werden.
Die Richtung ist dabei bereits vorgegeben: Am 1. November 2026 wollen die Spieler beim „Hoop City Berlin 3×3 meets MBF 3×3 Tournament“ erneut antreten. Außerdem wird der BBV auch 2027 frühzeitig Lehrgänge und Turniere anbieten und Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge 2011 und 2012 bei der Teilnahme an 3×3-Wettbewerben unterstützen.
Darüber hinaus wurden in Bad Hersfeld gemeinsame Trainingseinheiten und Turniere mit den 3×3-Landestrainern aus Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vereinbart. Ziel ist es, das Leistungsniveau im 3×3 gemeinsam weiterzuentwickeln.
Blick auf 2027
Auch die Nachwuchsarbeit im weiblichen Bereich soll künftig wieder stärker in den Fokus rücken. Für das „3×3 Weekend“ 2027 wäre die Teilnahme eines Brandenburger Mädchenteams ein wichtiges Ziel. Bei den ersten Sichtungen im April 2026 waren bereits viele Mädchen dabei und zeigten gute Leistungen. Nun gilt es, noch mehr Spielerinnen für die 3×3-Variante zu begeistern.
Die nächsten BBV-3×3-Lehrgänge sind bereits für den 21. Februar und 11. April 2027 geplant. Anschließend soll die „3×3-Basketball-Sommertour 2027“ folgen.
Das „3×3 Weekend“ in Bad Hersfeld hat damit nicht nur drei intensive Turniertage gebracht, sondern auch viele wertvolle Erfahrungen für die weitere Entwicklung des Brandenburger 3×3-Basketballs. Das Feuer ist geweckt – jetzt gilt es, weiter daran zu arbeiten.













