Abschlussbericht zur LSD-Schiedsrichterausbildung
Beitrag von Daniel Taupitz
Mit dem Abschluss der Prüfungsspiele ist die diesjährige Ausbildung zur LSD-Schiedsrichterlizenz weitgehend beendet. Den Auftakt bildete der Präsenzlehrgang in Bernau, an dem zwölf motivierte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter aus Brandenburg teilnahmen. In intensiven Theorie- und Praxiseinheiten wurden die Grundlagen für die nächste Lizenzstufe gelegt und insbesondere die Themen Kommunikation, Sondersituationen sowie Sonderfouls vertieft.
Im Anschluss folgte die entscheidende Phase der Anwendung innerhalb der laufenden Saison. Alle Teilnehmenden absolvierten eine Coachingsichtung, bei der sie ihr Wissen unter realen Spielbedingungen umsetzen und individuelles Feedback durch erfahrene Coaches erhalten konnten. Ziel war es, die gewonnenen Erkenntnisse gezielt in den folgenden Einsätzen anzuwenden und sich optimal auf das Prüfungsspiel vorzubereiten.

Die abschließenden Prüfungsspiele fanden an unterschiedlichen Spielorten statt. Ein Teil der Prüfungen wurde im Rahmen des Final Four der Bezirksliga Herren durchgeführt, das den Teilnehmenden aufgrund der Bedeutung der Spiele zusätzliche Anforderungen an Spielleitung, Kommunikation und Auftreten stellte.
Zum Abschluss der Ausbildungsreihe konnten fünf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter die Anforderungen erfolgreich erfüllen und die nächste Lizenzstufe erwerben. Für einige weitere Teilnehmende stehen noch Nachprüfungen aus. Bei den nicht bestandenen Prüfungen zeigten sich vor allem drei wesentliche Ursachen: eine noch fehlende praktische Erfahrung, die unzureichende Umsetzung des Feedbacks aus den Coachings sowie individuelle Leistungsdefizite in einzelnen Bereichen.
Die insgesamt hohe Anzahl nicht bestandener Prüfungen hat die Schiedsrichterkommission dazu veranlasst, die bisherigen Prüfungsrichtlinien kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Künftig soll bereits vor der Zulassung zum Präsenzlehrgang stärker berücksichtigt werden, wie viel praktische Erfahrung die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gesammelt haben. Gleichzeitig wird die Umsetzung des Coachingfeedbacks noch stärker in den Mittelpunkt der Ausbildung und zur Zulassung zum Prüfungsspiel rücken, da sie ein wesentlicher Bestandteil der individuellen Entwicklung ist.
Die diesjährige Ausbildung hat erneut gezeigt, dass der Erwerb einer neuen Lizenzstufe nicht den Abschluss, sondern vielmehr den Beginn eines neuen Entwicklungsschrittes darstellt. Gerade im Schiedsrichterwesen gilt: Je mehr Spiele geleitet werden, desto größer wird der persönliche Erfahrungsschatz – und mit wachsender Erfahrung steigen auch Sicherheit, Souveränität und die Qualität der Spielleitung. Mit diesem Verständnis werden die Absolventinnen und Absolventen nun ihren weiteren Weg auf dem Spielfeld fortsetzen.





