Bundesjugendlager 2026 mit brandenburgischer Beteiligung
Beitrag von Leonhard Schieck
Vom 30.09. bis zum 04.10.2026 durfte ich als Schiedsrichter am Bundesjugendlager des Deutschen Basketball Bundes in Heidelberg teilnehmen. Aufgrund meiner Nominierung für das Finale bei „Jugend trainiert“ in diesem Jahr wurde ich für diese DBB-Schiedsrichter:innen-Sichtungsmaßnahme nominiert und eingeladen.
Das Bundesjugendlager ist dabei weit mehr als nur eine Sichtungsmaßnahme für Schiedsrichter:innen. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Spieler:innen, die sich durch ihre Leistungen für die U16-Nationalmannschaften empfehlen möchten. Für uns Schiedsrichter:innen bietet das Turnier gleichzeitig eine hervorragende Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln, Erfahrungen zu sammeln und wertvolles Feedback von erfahrenen SR-Coaches zu erhalten.
Nach der Anreise am Mittwoch, den 30.09., ging es am Abend am Olympiastützpunkt in Heidelberg direkt mit einer ersten Education Session los. Dabei wurden wir mit allen wichtigen Informationen für die kommenden Tage versorgt und erhielten einen Überblick darüber, auf welche Aspekte die SR-Coaches während des Turniers besonders achten würden. Betreut wurden wir von Christian Theis, Dietmar Damm, Enrico Streit, Hennig Fröhlich, Jens Rupprecht und Tobias Kazda.

Am Donnerstag starteten wir früh morgens direkt mit den Spielen. Für mich standen an diesem Tag zwei Partien auf dem Programm mit jeweils einer Partie in der weiblichen und in der männlichen Kategorie. Hennig Fröhlich und Dietmar Damm begleiteten meinen SR-Kollegen und mich dabei als Coaches und gaben uns im Anschluss wertvolle Hinweise und konkrete Impulse für die nächsten Spiele. Am Abend folgte eine weitere Education Session, in der wir den ersten Spieltag gemeinsam auswerteten. Dabei wurden unter anderem die Themen IOT und „Timing of the Whistle“ noch einmal genauer betrachtet. Gerade die Verbindung aus theoretischen Inhalten, Videoarbeit und den Erfahrungen aus den eigenen Spielen war für mich besonders hilfreich. Als Hausaufgabe bekamen wir, zwei positive und zwei negative Videos aus unseren Einsätzen an diesem Spieltag zu diesen Themen zu schneiden.
Am Freitag war der Ablauf dann umgekehrt. Der Tag begann zunächst mit einer Education Session, bevor am Nachmittag mein Spiel in der männlichen Kategorie auf dem Programm stand. Auch hier wurden mein SR-Kollege und ich von Hennig Fröhlich gecoacht, der mir erneut wertvolle Hinweise mit auf den Weg gab und mir dabei half, bestimmte Situationen noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Am Abend wurden wir Schiedsrichter:innen vom DBB zum Italiener eingeladen. In entspannter Atmosphäre war das eine schöne Gelegenheit, die bisherigen Erfahrungen gemeinsam auszutauschen, sich untereinander besser kennenzulernen und den Tag abseits des Spielfeldes ausklingen zu lassen.
Am Samstag ging es im gleichen Rhythmus weiter. Nach einer morgendlichen Education Session mit intensiver Videoarbeit, unter anderem zum Thema Clock Management, stand am Nachmittag für mich ein Spiel der weiblichen Kategorie an. Es sollte tatsächlich eine besondere Partie werden. Durch einen Buzzer-Beater-Dreier ging das Spiel in die erste Overtime des gesamten Turniers. Vor einer rappelvollen Halle war es ein großartiges Erlebnis, Teil dieses Spiels zu sein. Gecoacht wurden meine Kollegin und ich dabei von Tobias Kazda, der mir im Anschluss ebenfalls wertvolles Feedback und wichtige Hinweise für meine weitere Entwicklung gab.
Am Samstagabend kamen schließlich alle Schiedsrichter:innen zum Abschlussmeeting zusammen. Gemeinsam wurde das gesamte Turnier noch einmal Revue passieren gelassen, bevor die Finalnominierungen für die Spiele am Sonntag bekannt gegeben wurden. Christian Theis betonte dabei noch einmal, dass alle Schiedsrichter:innen einen sehr guten Job gemacht und sich während des Turniers deutlich weiterentwickelt hätten.
Da Finalnominierungen bei solchen Turnieren immer auch von verschiedenen Faktoren wie den Landesverbänden und der jeweiligen Zugehörigkeit abhängig sind, habe ich mich darüber gefreut, für das männliche Finale nominiert worden zu sein. Die Nominierung war für mich dennoch eine schöne Bestätigung der vergangenen Tage und gleichzeitig eine zusätzliche Motivation, weiter an mir zu arbeiten.
Ein großes Dankeschön geht an den Deutschen Basketball Bund für die Möglichkeit, an dieser Maßnahme teilzunehmen, mich weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Ebenso danke ich den SR-Coaches für ihr ehrliches und konstruktives Feedback während des gesamten Turniers.
Jetzt geht es mit voller Energie zurück in die Saison und zwar mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erkenntnissen und jeder Menge Motivation für die nächsten Aufgaben auf dem Court!






