Weibliche Auswahl: Dank Kooperation mit MV in Hamburg dabei

Am 27.10. machte sich die die kleine brandenburgische Delegation auf nach Hamburg, um am Landesauswahlturnier der Mädchen in der Hansestadt teilzunehmen. Paula Neumann und Rosalie Hoba von der WSG Fürstenwalde, begleitet vom Landestrainer Dirk Stenke sollten die „Farben“ des BBV bei diesem Turnier vertreten.

Möglich machte dies die Kooperation mit dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt stellte das Koorperations-Team 8 Spielerinnen, die zwar anfänglich noch ein wenig ängstlich, aber dann doch voller Tatendrang die Herausforderungen angehen wollten.

Man spielte in einer Gruppe mit den Auswahlmannschaften aus Berlin, Schleswig Holstein und Niedersachsen. Schon am Freitagabend ging es gegen das favorisierte Team aus Berlin. Gespielt wurde 2 x 15 Minuten und auch an diesen Rhythmus musste man sich erstmal gewöhnen.

Die Berlinerinnen wurden ihrer Rolle von Anfang an gerecht, attackierten den Korb und machten unserem Team über das ganze Spielfeld das Leben schwer. Zu groß war am Anfang der Respekt, doch mit zunehmender Spieldauer fing das Team an mitzuspielen. Kreierte eigene Chancen, verbesserte stetig die Defense und gerade die beiden Brandenburgerinnen verstanden es in dieser Phase gut eigene Akzente zu setzen. Das Spiel wurde zwar mit 30-43 verloren, aber die zweite Hälfte gewannen wir und allein das nötigte den Trainern und dem Gegner gehörigen Respekt ab. Am nächsten Morgen ging es gegen das Team aus Schleswig Holstein. Die Norddeutschen hatten ihr Spiel am Vorabend gewonnen und allein das machte sie zum Favoriten. Der Spielverlauf war in dieser Begegnung, im Vergleich zum Spiel davor, auf den Kopf gestellt. Wir spielten von Anfang an mit. Unsere Spielerinnen mussten erstmal an ihre tolle Leistung vom Berlin-Spiel erinnert werden, gaben dann aber Gas und hielten dagegen. Doch mit zunehmender Spieldauer machte sich bemerkbar, dass die Mädchen nicht oft auf diesem Level spielen. Diese fehlende Erfahrung, die einsetzende Müdigkeit und das gute Spiel der Auswahl aus Schleswig Holstein ließen die Sache am Ende doch eindeutig werden und man verlor mit 25-50.

Das das Spiel am Abend gegen die Mannschaft aus Niedersachsen dann mit 18-67 verloren wurde war fast zu erwarten, weil schon das zweite Spiel seinen Tribut gefordert hatte und ohne die nötige körperliche und vor allem geistige Frische brachen dann alle Dämme. Am Sonntag hätten unsere Mädchen dann eigentlich nochmal gegen Berlin spielen müssen. Aber diese Partie fiel aus, weil sich die Mannschaft auf die Heimreise machen musste. Ungewiss, wann man wieder zuhause sein würde, da die Sturmschäden an diesem Tag den gesamten Zugverkehr nach Berlin lahmlegten.

Ein großes Dankeschön an den BVMV, weil er uns ermöglicht hat diese Erfahrungen zu sammeln. Und von mir ein dickes Lob an Paula und Rosalie die den BBV sehr sehr gut vertreten haben. Wieder gibt es einige mahnende Worte von mir. Diese Fahrten sollten „Normalität“ werden. Den Mädchen die Chance zu bieten, sich auf diesem hohen Level messen zu können, ist unsere Pflicht. Ich bitte alle Vereine mit auch nur einem Mädchen, das Basketball spielen möchte, die „Angebote“ des BBV zu nutzen. Kontaktiert mich auch gerne persönlich, Kontakt Dirk Stenke, damit wir gemeinsam eine Lösung finden und somit auch in diesem Bereich wieder auf der Karte Basketball-Deutschlands erscheinen können.

Autor: Dirk Stenke