Verbandstag 2018 in Potsdam

Am 28. April war es wieder mal soweit: Ganz Basketball-Brandenburg traf sich zum 15. Verbandstag, um über die Tätigkeitsberichte des Präsidiums, den Haushalt und andere Themen wie „Umgang mit Schiedsrichtern“ oder auch „Basketball in der Schule“ zu diskutieren. Vertreter von 21 Vereinen folgten der Einladung in die Räume des Neuen Palais in Potsdam.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Rico Witschas wurden zunächst noch einige Siegerehrungen vorgenommen. So bekamen zahlreiche Teams ihre Pokale, Medaillen und T-Shirts. Danach kam es zur Aussprache zu den Berichten der einzelnen Ressortverantwortlichen. Besonders zwei Punkte rückten hierbei in den Fokus: Basketball in der Schule und wie wir Mädchen für unseren Sport begeistern können.

Im Zusammenhang mit Arbeitsgemeinschaften an Schulen wurde erneut die Installation von Regionalreferenten vorgeschlagen. Dies meint, dass es für jeden Teil Brandenburgs eine Person gibt, die die Aktivitäten in der Schule koordiniert und Anfragen von Schulen und Vereinen sammelt und bearbeitet. Bisher fehlt es dabei an Manpower und es werden noch Verantwortliche gesucht. In diesem Kontext kam auch das Engagement von ALBA Berlin mit dem Projekt „MBS und ALBA – Ganz großer Sport in Brandenburg“ zur Sprache und es wurde darüber diskutiert, wie Synergien geschaffen werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag anschließend auf dem Mädchenbasketball. Im März fand das erste 3×3-Turnier in verschiedenen Altersklassen in Glienicke statt und am 12. Mai soll das nächste Event in Königs Wusterhausen folgen. Hierfür gibt es bereits zehn Anmeldungen. Ziel ist es, mit der Plattform des 3×3 mehr Anreize für Teams zu schaffen, die nicht genügend Spielerinnen haben, um am regulären Spielbetrieb teilnehmen zu können. Auch gibt es die Option, bei 3×3-Turnieren Mannschaften vor Ort zu erstellen. Sprich: Auch für einzelne basketball-begeisterte Mädchen lohnt sich der Weg nach Königs Wusterhausen.

Ein weiteres Hauptaugenmerk des Verbandstages lag auf den Schiedsrichtern. In diesem Zusammenhang wurden einige Themen diskutiert. Wiederholt kam der Punkt „soziales Management“ auf. Sprich: Wie gehen Spiel-Verantwortliche miteinander um? Dieser Aspekt soll auch ein Schwerpunkt in der Ausbildung von neuen Referees werden. Aus weiteren Diskussionen ergab sich der Tenor, dass Unparteiischen mehr Respekt entgegengebracht werden sollte. Auch wurde darüber debattiert, dass es häufig Probleme gibt, wenn in den Jugend-Spielklassen ein Schiedsrichter für ein Spiel eine lange Reise auf sich nimmt und unter Umständen einen ganzen Tag investiert.

Hierfür wurde gleich während des Verbandstages eine Lösung gefunden: Im vierten Antrag des Präsidiums sollte es eigentlich nur um eine Anpassung einer Richtlinie im Zusammenhang mit flexiblen Miniturnieren gehen. Dieser Antrag wurde auf Anregung der Delegierten im Anschluss noch erweitert: Ab der kommenden Saison wird im Spielbetrieb der u12 durch den Verband ein Hauptschiedsrichter angesetzt, der zweite Referee wird für alle drei Partien eines Spieltages vom Heimverein gestellt. Seitens des Verbandstages wurde diesem Vorschlag mit großer Mehrheit zugestimmt.

Später kam im Zusammenhang mit Unparteiischen die Frage auf, wie Schiedsrichter während den Spieltagen unterstützt werden können und welche Möglichkeiten des Feedbacks umgesetzt werden könnten. Hier gab es verschiedene Ansätze, die diskutiert wurden: Es gibt momentan ein Mentoring-Programm von Verbandsseite aus, dass demnächst ausgebaut werden soll. Ebenfalls soll es mehr Coaching-Spiele geben. Auch eine Beurteilung von Schiedsrichtern von außen – sprich: aus dem Publikum heraus, von Zuschauern, Spielern, Trainern – wurde debattiert.

Im Kontext des Haushaltsberichtes wurde erfreulicherweise festgestellt, dass die Höhe der offenen Posten zum Jahresende rückläufig war. Danach folgten die Anträge des Präsidiums an den Verbandstag. In der ersten Beschlussvorlage ging es um die Anpassung der Strafgebühren für das Nichtantreten von Schiedsrichtern. Eine inhaltliche Klarstellung, dass das Nichtantreten eines Hauptreferees auch bei Turnieren mit zwei Spielen gilt, wurde ohne Enthaltung und Gegenstimme angenommen.

Der zweite Antrag beinhaltete eine Änderung der Teilnahmerichtlinien am Pokal-Wettbewerb. [Hier gehts zum Bericht zur Auslosung des Pokals]

Unter Verschiedenes teilte das Präsidium mit, dass ein neuer Verantwortlicher für das Ressort Finanzen gesucht wird. Der bisherige Ressortverantwortliche Martin Berg erklärte wenige Tage vor dem Verbandstag seinen Rücktritt. Ebenfalls sucht der Verband einen Datenschutzbeauftragten, der die Umsetzung der ab 25. Mai geltenden Datenschutzrichtlinie der EU koordiniert. Der BBV möchte Interessenten mit der Teilnahme an entsprechenden Kursen oder Info-Veranstaltungen unterstützen. Interessenten für beide Stellen wenden sich idealerweise an die Geschäftsstelle.

Abschließend wurde darüber informiert, dass Jugendteams, die an regionalen Meisterschaften teilnehmen, für Fahrtkosten oder andere Aufwendungen Fördergelder bei der Regionalliga Nord beantragen können.

Im Anschluss an den Verbandstag gab es ein Novum im BBV: Der erste Spielplantag wurde ausgetragen. In diesem stimmten die Vereine die Spielmodi in den Nachwuchsspielklassen gemeinsam mit Steffen Maerten, dem Referenten für Spiel- und Saisonplanung, und Petra Ludewig, der Leiterin der Geschäftsstelle, ab.

Verfasser: Maximilian Konrad